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Glossar der Fuhrberger Zimmerei |
An alten Eichenbalken (meist aus dem Abriss alter Fachwerkhäuser),
dokumentiert sich die außerordentliche Haltbarkeit des Eichenholzes bei
konstruktiv richtigem Einsatz.
Werden aus diesen Balken neue Fachwerkkonstruktionen aufgebaut,
so stehen hier der Vorteil des abgelagerten Holzes dem Nachteil
gegenüber, dass der Zimmermann recht viel Ausschuss erhält,
weil er nicht genau die benötigten Längen vorrätig
hat und er außerdem oft an den alten Balken Stücke
einflicken bzw. ausbessern muss.
Ferner leiden seine Maschinen durch die nicht selten anzutreffenden
alten Eisenteile (Nägel, Granatsplitter...) in diesem Holz
und alle Bearbeitungen erschweren sich durch die meistens nicht
ganz rechtwinkligen Querschnitte, die man früher sägte
bzw. zurechtbeilte. |
Eine Möglichkeit die Wohnfläche durch
das Aufsetzen eines Geschosses zu erhöhen und
gleichzeitig das vorhandene Dach zu sanieren und evtl.
auch seine Form zu verändern.
Bedacht werden müssen dabei sowohl die baurechtliche
Zulässigkeit, als auch die neuen statischen Anforderungen
an die alte Bausubstanz. |
So nennt man Art, Form und Material zwischen den
Fachwerkbalken.
Ursprünglich setzte man hier den Baustoff Lehm
ein, dessen große Vorteile in der konservierenden
Wirkung durch Feuchtigkeitsregulierung und in der Dichtheit
zu den anschließenden Hölzern durch das
Quellvermögen ist.
Leider ist diese Bauweise nicht ganz billig in der
Verarbeitung (das Material gibt es zwar meist umsonst,
aber der Lohneinsatz ist recht hoch) und sie Bedarf
der Pflege. Daher werden heute überwiegend gebrannte
Ziegelsteine eingesetzt und die Nachteile des starren,
gebrannten Materials in Kauf genommen. |
| Kleine Fachwerkgebäude in denen früher das
Brot gebacken wurde.
Sie dienen heute eher den Zwecken eines Gartenhauses
oder Carports und vervollkommnen so das Ensemble eines
Fachwerkhofes. |
Mit dem Differenzdruck-Messverfahren (auch: Blower-Door-Test) wird die
Luftdichtheit eines Gebäudes gemessen. Das Verfahren dient dazu, Leckagen in
der Gebäudehülle aufzuspüren und die Luftwechselrate zu bestimmen.
Durch einen Ventilator wird Luft in das zu untersuchende Gebäude gedrückt oder
herausgesaugt. Da früher meist eine Tür benutzt wurde, kam der Name
Blower-Door-Test (deutsch: Gebläse-Tür-Messung) zustande. In der Blower-Door
sind Messinstrumente eingebaut, die die Druckdifferenz und die Luftmenge
messen, die der Ventilator transportiert. Die Drehzahl des Ventilators wird
so eingestellt, dass sich ein bestimmter Druck zwischen Außen- und Innenraum
aufbaut. Dabei muss er soviel Luft nach außen befördern, wie durch
Leckstellen in das Gebäude eindringt (bei der Unterdruckmessung).
Der gemessene Luftstrom wird durch das Volumen des Gebäudes geteilt. Diesen
Wert, die Luftwechselrate n50, kann man nun mit anderen Gebäuden und Normen
vergleichen. Das Differenzdruck-Messverfahren sollte immer durchgeführt
werden, um evtl. vorhandene Fehlstellen der Gebäudehülle zu finden. |
Heimisches Nadelholz,
welches sich für Bauzwecke wegen seiner Witterungsbeständigkeit
und schönen Oberfläche hervorragend eignet.
Neben sichtbar bleibenden Balken und Brettschalungen
kommt Douglasienholz immer häufiger dort zum Einsatz,
wo auf chemischen Holzschutz verzichtet werden soll.
Im Gegensatz zu dem sehr ähnlichen Lärchenholz hat
die Douglasie keine großen Harzgallen. |
| Entwickelt aus dem Zweiständerhaus liegt
hier die Balkenlage außer auf den beiden Mittelauflagern
zusätzlich auf einer Außenwand auf. Das Tragwerk
ist somit unsymmetrisch im Gegensatz zum Vierständerhaus
bei dem die Balkenlage dann noch auf der anderen Außenwand
aufliegt. |
Heimisches Laubholz,
welches sich für Bauzwecke wegen seiner Witterungsbeständigkeit
hervorragend für stützende Außenbauteile
eignet.
Es benötigt keinen chemischen Holzschutz und überdauert
bei beachtetem konstruktivem
Holzschutz Jahrhunderte. |
| Kleiner Anbau, der im Gegensatz zur Gaube die
Grundfläche einer Gebäudeebene vergrößert. |
| Oft zweistöckiges Gebäude für die Vorräte
des bäuerlichen Hofes. |
Die tragenden Hölzer eines Fachwerkgebäudes werden oft in regional
sehr unterschiedlichen Anordnungen ausgeführt. So entstehen Fachwerkfiguren;
manche mit Tragfunktion, andere als reine Schmuckstäbe. |
Dachaufsatz zur Vergrößerung der Nutzfläche
des Dachgeschosses. Am häufigsten wird die Schleppdachgaube
ausgebildet. Dabei entstehen seitlich Dreiecke, die
entweder verkleidet werden oder aber es werden eingedeckte
Abwalmungen ausgeführt. Weitere Arten sind die
Satteldachgaube, Runddachgaube und alle anderen möglichen
Dachformen und deren Mischformen.
Weil sich die äußere Erscheinung und die
Wohnfläche ändert und meist in die tragende
Substanz eingegriffen wird, muß diese Baumaßnahme
beim zuständigen Bauamt angezeigt werden. |
Alternativ zu transparenten Kunststoffelementen
werden gerne Glasplatten eingesetzt. Diese lassen sich
sehr gut sauber halten und man kann aus verschiedenen
Tönungen und Strukturen wählen.
Wichtig ist die spannungsfreie Befestigung, daher
ist es ratsam die tragenden Hölzer aus Brettschichtholz
(Leimholz) zu wählen. |
| Gründächer haben eine lange Tradition. Man
unterscheidet Grasdächer; dort wachsen auf einer
Humusschicht auch große Pflanzen, und das sehr
viel leichtere Sedumsdach, auf dem nur niedere Gewächse
auf einer d ünnen Substratschicht gedeihen.
Wichtig ist die statische Überprüfung dieser
doch mit höheren Lasten verbundenen Bauweise. |
| Dazu zählen bei uns als Bauhölzer vor allem
die Fichte, Tanne und Kiefer, ferner die Douglasie und
Lärche sowie die Eiche. |
Begriff für eine Bauart, bei der Wand- und
Deckenelemente aus mit plattenförmigen Baustoffen
versehenen Holzrahmen bestehen.
Diese Bauweise erlaubt eine weitestgehende Vorfertigung
der Bauteile, wodurch sich die Bauzeiten auf der Baustelle
enorm verkürzen.
Der Holzrahmenbau setzt sich seit einigen Jahren auch
in Deutschland zunehmend gegenüber dem mineralischen
Massivbau durch. In den skandinavischen Ländern
und auf dem amerikanischen Kontinent ist er schon lange
die Bauweise der Wahl.
Schlagworte:
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kürzere Bauzeit |
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Vorfertigung (weniger Fehler auf der Baustelle,
kurzfristig regendicht) |
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dünnere Wände (Raumgewinn) |
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höhere Dämmwerte |
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trockene Baustoffe (keine Baufeuchte) |
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leichtere Baustoffe (geringere Transportenergie) |
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ökologische und recyclebare Baustoffe |
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Dieses sind die bei der Verarbeitung im Außenbereich
entscheidenden Ausführungsregeln um die Dauerhaftigkeit
des Holzes und seiner Verbindungen zu gewährleisten.
Durchdachte Konstruktionen ermöglichen so den
weitestgehenden Verzicht auf chemischen Holzschutz
und eine hohe Dauerhaftigkeit. |
| Allgemein übliche Stilbezeichnung für eine
rustikal-hochwertige Ausführung. |
| Heimisches Nadelholz,
welches sich für Bauzwecke wegen seiner Witterungsbeständigkeit
und schönen Oberfläche hervorragend eignet.
Neben sichtbar bleibenden Balken und Brettschalungen
kommt Lärchenholz immer häufiger dort zum Einsatz,
wo auf chemischen Holzschutz verzichtet werden soll.
Im Gegensatz zu dem sehr ähnlichen Douglasienholz neigt
die Lärche jedoch mehr zum Verziehen und auch
das Tropfen aus Harzgallen muss im Innenbereich oder
dort, wo das Holz einen farbigen Anstrich bekommen
soll, berücksichtigt werden. Dafür duftet
dieses Holz ganz besonders gut. |
| Bezeichnung eines Hauses, das die Wärmeschutzverordnung
von 1995 um mindestens 25 Prozent übertrifft.
Mit Einführung der EnergieEinsparVerordnung (EnEV,
seit 01-02-2002) hat dieser Begriff keine Bedeutung
mehr. |
| Stroh- und Reetdächer (auch Schilf, Rohr, Ried...)
wurden bereits 200 v.Chr. ausgeführt und prägten
bis zur Entwicklung der Harteindeckungen und die Modernisierung
des Transportweges das Landschaftsbild. |
Regenerative
Energiequellen |
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Aus Wind, Wasser, Sonne oder Biogas o.ä. gewonnene Energie, die nicht die
Ressourcen der Erde verbraucht und somit auch in Zukunft zur Verfügung steht. |
| Nebengebäude zur Unterbringung von Kutsche und
Gerät (oder Auto und Fahrrad...) mit weit auskragendem
Schauer |
| In natürlicher Form oder auch künstlich nachgebildeter
Behang aus kleinformatigen Schindeln. |
| Dazu zählen alle Fachwerkteile oder auch Bretter,
die über Ihre funktionelle Ausarbeitung hinaus (wenn
sie überhaupt eine solche Funktion erfüllen)
das Bauwerk ästhetisch aufwerten. |
| Schrägstehende Stäbe die eine Wand oder Einzelbauteile
aussteifen. Im Fachwerkbau und bei anderen sichtbaren
Konstruktionen können die Streben oder entsprechende
Stabstellungen gut zur ästhetischen Wirkung des
Bauwerkes beitragen. |
Traditionelle
Bauernhäuser |
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Fachwerkhäuser unterscheiden sich heute in
Ihrer äußeren Gestalt vielfältiger
als früher. Das liegt an der veränderten
Nutzung und dem modernen Anspruch an Wohnqualität.
So haben die traditionellen Gebäude eher weniger
Fenster, die Decken sind im Arbeitsbereich sehr hoch,
die Räume ansonsten sehr niedrig und klein.
Heute geht der Wunsch mehr zu bis unter das Dach ausgebauten,
reinen Wohngebäuden mit viel Lichteinfall, Balkonen,
Galerien usw.
Der Bewohner eines traditionellen Fachwerkgebäudes
muss sich daher mit einigen Bedingungen, oft auch unter
denkmalpflegerischen Aspekten, abfinden. |
Dem Wunsch nach Licht wird durch die Verglasung
kompletter Fachwerkfelder Rechnung getragen.
Es ist jedoch zu beachten, dass dadurch nicht die
optische symmetrische Ausgewogenheit leidet (schon
sprossenlose Fenster sehen aus wie "tote Augen" des
Hauses) und auch konstruktiv ist die Dichtigkeit und
Spannungsfreiheit ein nicht zu unterschätzendes
Problem. |
Auskragung der Giebelgeschosse.
Es gibt verschiedene Erklärungen
des Entstehens:
- In den engen mittelalterlichen
Städten wollte man zusätzlichen
Wohnraum in den oberen Geschossen
gewinnen
- Durch die Auskragung werden die
darunter liegenden Giebelteile vor
der Witterung geschützt
- Die Möglichkeiten für
schmückende Giebelelemente sind
nicht mehr nur auf Höhe und
Länge und Oberfläche sondern
auch noch durch die Tiefe gegeben.
Weiter existieren auch noch relativ
fragliche statische Erklärungen. |
Zurückgesetzter Eingangsbereich anstelle einer
Eingang überdachung.
Der Raumverlust im Inneren ist jedoch wegen der
größeren Außenwandabwicklung nicht
unerheblich. |
Ursprüngliches Tragsystem eines bäuerlichen
Fachwerkhauses.
Die beiden Stützenreihen links und rechts der
Diele tragen die Balkenlage. Das Dach lastet weiter
außen auf den Kragarmen dieser Deckenbalken.
Man setzte so zu dem auf der Balkenlage gelagertem
Heu oder Stroh die Dachlast als Gegenlast ein, um
die durchbiegenden Balken wieder nach oben zu drücken.
Die Hausseiten (Anklapp) sind nur angesetzte Schleppdächer. |
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