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22. Februar 2008, Nordhannoversche Zeitung
Fuhrberger feiern Richtfest für Friedhofsglockenturm
200 Arbeitsstunden für den Zuschnitt

Fuhrberg. Der Turm steht, nur das Wichtigste fehlt noch. Gestern Nachmittag feierten 40 Fuhrberger das Richtfest für den neuen Glockenturm auf dem Friedhof an der Grasbruchstraße – standesgemäß mit Korn, Bier und belegten Brötchen. Die Glocke verschönert den Turm jedoch erst ab der achten Kalenderwoche. Sie wird aus einer Gießerei in Hessen geliefert.

Pünktliche zum Richtfest ließ sich sogar die Sonne über Fuhrberg sehen. Enno Junge, Pastor der Fuhrberger Ludwig-Harms-Kirchengemeinde, wehrte sich trotz aussetzenden Dauerregens gegen die Klettertour auf den siebeneinhalb Meter hohen Turm. „Alles, was über einen Meter ist, ist lebensbedrohlich“, sagte er. Beim Richtspruch der Zimmerer Frank Töllner, Horst Kuhlmann und Christian Zeymer musste dementsprechend Kirchenvorstandsmitglied Anja Ebsen-Stürmer ihren Pastor in luftiger Höhe vertreten. Sie hatte bereits die bunten Bänden an den am Kran befestigten Richtkranz gebunden. Mit den Worten „Stabil und fest in seiner Form steht er da der Glockenturm“ übergab Töllner das Bauwerk den versammelten Gemeindemitgliedern.

Der Aufbau des hölzernen Turms dauerte vergangene Woche nur vier Stunden. Für Zuschnitt und Planung brauchten die Fuhrberger Zimmerer jedoch satte 200 Stunden. „Die Verzierungen sind sehr arbeitsintensiv“, sagte Töllner. 12 000 Euro plant Pastor Junge für den Turm ein. Bei der Glocke rechnet er vorsichtig mit 4000 Euro. Der Preis wird erst am Tag des Gießens festgelegt – je nachdem, wie dann der Bronzekurs steht. „Da haben wir keinen Einfluss drauf. Wir können höchstens hinterher sagen: Glück gehabt“, sagte er. Mithilfe von Spenden sammelte die Gemeinde jedoch bisher schon rund 17 500 Euro.

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Richtspruch: Anja Ebsen-Stürmer (oben links), Frank Töllner (oben rechts), Horst Kuhlmann (unten links) und Christian Zeymer (unten rechts). Harfst